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Chillout in Schweden
Geschrieben von: Schwester Claudia   
SchwedenfreizeitAm Montagabend ging unsere Reise los. Wir starteten um 19.30 Uhr vom Amstetter Bahnhof mit einem ganz komfortabel schönen Reisebus. In einem kleineren Ort bei Berlin gab es dann den Fahrerwechsel - von jetzt an gehörte Ali zu uns und hat uns prima chauffiert. Früh am Morgen gings in Rostock auf die Fähre. Nachdem es die ganze Nacht mehr oder weniger heftig geregnet hatte, genossen wir eine von oben trockene Überfahrt, legten nach etwa zwei Stunden in Dänemark an und nahmen die nächsten 300 Kilometer unter die Räder. Ein kleineres Fährschiff beförderte uns von Helsingor nach Helsingborg. Jawohl, wir sind in Schweden angekommen - nur noch drei Stunden bis zu unserem Urlaubsdomizil, das wir dann nach insgesamt etwa 22 Stunden Reisezeit bei leichtem Regen erreichten.

Das Gelände entsprach den Fotos und war wirklich prima. Die Unterkunft überraschte uns (wir hattens uns schlichter/enger vorgestellt), war recht ordentlich und wir waren schnell daheim. Nach der überwiegend feuchten Anreise freuten wir uns sehr, dass der heftige Wind  die Regenwolken immer wieder abschob und wir recht sonnige Stunden genießen konnten. Bei den Fußballspielen gab's zwischendurch auch immer wieder mal eine ordentliche Dusche - aber wen stört das schon? An unserem hauseigenen See war es schön zu sitzen und zu genießen oder auch mal drum rum joggen... Auch eine Runde schwimmen, Wasserspiele oder „ins-Wasser-hineingefallen-werden" war eine frische Abwechslung. Das gelb-braun-moorige Nass zog uns immer wieder an - vielleicht haben wir deshalb (trotz nicht so heißen Temperaturen) doch ganz nett Farbe bekommen?

In Sachen Hygiene schlossen sich täglich Freiwillige dem Mitarbeiterteam an. Unsere WC's und die insgesamt fünf Duschen spiegelten deutlich wieder, wie stark sie beansprucht wurden... In allem herrschte eine gute, fröhliche Stimmung und selbst Pannen oder möglicherweise Ärgerliches wurden nie zum Drama - alles richtig entspannt.

Frühstücksbuffet - und nebenbei Kaiserschmarrn oder selbstgebackener Hefezopf gefällig? Zwei geniale Küchenteams (je eine Woche) bekochten und verwöhnten uns ohne Ende. Zum Einkauf fuhr man mit dem Bus und zum Ausladen durften alle antreten - solche Mengen am Stück verkauft der Supermarkt auch nicht jeden Tag.

2008-08-schweden2Nach dem Wecken am Morgen gab es ein Stille-Zeit-Angebot, bei dem wir uns mit einigen Psalmen beschäftigten. An den Ausflugstagen machten wir uns bald nach dem Frühstück mit großen Mengen Lunch-Paketen auf den Weg. Wir gönnten uns aber auch genug ruhige Tage mit persönlichem Wunschprogramm auf unserem Gelände. In unseren Andachten beschäftigten wir uns mit Jesus - den Ich-bin-Worten z.B. oder ‚Jesus ehren, aber wie?' Etwas später am Abend gab es ein gemeinsames Abendlob mit Singen und Impuls - der offizielle Tagesabschluss... (für die Wenigsten Anlass, jetzt „schon" ins Bett gehen zu wollen).

Noch mal zurück zu unseren Ausflügen: Zuerst einmal zum Wandern im Naturschutzgebiet - so richtig mit See und Moor... Ein andermal gings zu einem vielseitigen Ausflug nach Göteborg: Aufenthalt am Ostseestrand (baden oder sonnen oder Klippen wandern), eine (von einer sehr schönen jungen SchwedinJ) geführte Schifffahrt durch Göteborgs Kanäle und Hafen, Stadtbummel und pickup am City-Flugplatz: unsere vier Nachkömmlinge sind gelandet. In unserer zweiten Urlaubswoche zog es uns dann nach Jönköping (Streichholzmuseum, Stadtpark, Shopping...) und wahlweise zum Kanu fahren oder nach Vimmerby zu Astrid Lindgrens Michel, der in Wirklichkeit (bei der Autorin und überall sonst auf der Welt) eigentlich Emil heißt...

Es gäb noch viel zu erzählen, z.B. von viel zu vielen Wespen, die mit Ausdauer unsere Nervenkraft erprobten, von Haarschneide-, Massage-, Zahnpflege-, Jonglier-, Filz-, Speckstein-, Schokobananen- und ... -Workshops, von unserem Bunten Abend, an dem 50-fache Kreativität zusammen kam, und ... - ihr hättet einfach dabei sein sollen. Mich hats mit keinem Gedanken und auch nicht einen Augenblick lang gereut, dass ich den 50.ten Platz noch eingenommen habe (war prima, dass Jesus mir den aufgehoben hatJ). Wir hatten eine richtig gute Zeit und würdens gleich noch mal genießen.

Unser himmlischer Vater hat uns reich beschenkt! - Ich nehme an, dass ihr auch die Erhörung eurer Gebete für uns obigem Bericht entnehmen könnt. Vielen Dank IHM und euch!

 

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