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| Eine Woche lang spielerisch Gott erfahren |
| Geschrieben von: Geislinger Zeitung / AYLIN EYÜPOGLU | 11.09.2010 |
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Sie beginnen den Tag gemeinsam mit Singen und Beten in der Halle. "Das Liedersingen mag ich am liebsten", erzählt die elfjährige Sarah, die schon das sechste Mal bei der Dorffreizeit dabei ist. In Kleingruppen, die aus je 25 Kindern bestehen, lauschen die Jungen und Mädchen nach dem Singen der Geschichte Elias. Jeden Tag lernen die kleinen Entdecker auch einen Bibelvers, den sie abends beim gemeinsamen Abschluss des Tages noch einmal wiederholen und so festigen. Die sieben- bis 13-Jährigen fühlen sich wohl in ihren Kleingruppen, die von den Veranstaltern nach Alter und Geschlecht aufgeteilt werden. Alle haben sie lustige Namen wie etwa die "Marienkäfer": Das ist eine der jüngsten Kleingruppen. "Panther" heißt wiederum die Gruppe mit den ältesten Jungs der Dorffreizeit. Zwischen drei und fünf Betreuer kümmern sich um die Kids in den Gruppen. Sie gestalten das Programm für die jeweilige Gruppe, denken sich Rätsel und Gewinnspiele aus. Am Donnerstag ist im Lager Basteln angesagt. Die Jüngeren versuchen sich an den Filztaschen und bauen einen Kreisel. Die Älteren toben sich kreativ aus, indem sie Tassen, Müslischalen, oder auch Pinnwände farblich schmücken. Die Betreuer stehen ihnen stets zur Seite, greifen ein, helfen weiter und sind Herren über die Farbenstation. So kann nichts schief gehen. "Ich kapiere das nicht", sagt plötzlich leicht resigniert ein Junge, der mit Nadel und Faden überfordert zu sein scheint. Die Betreuerin Kathrin Baumholzer ist schnell zur Stelle: "Komm ich helf dir." Und schon ist die Welt in Ordnung. Die siebenjährige Nadine freut sich: "Das Basteln macht mir am meisten Spaß. Ich werde im nächsten Jahr ganz sicher wiederkommen." Die Betreuer bei der Dorffreizeit engagieren sich gern hier. Die Jugendlichen haben viel Freude an ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Sie möchten gern etwas weiter an die jüngere Generation geben. "Ich will den Kindern von Gott erzählen", bemerkt die 17-jährige Franziska Joos. Ihre Freundin Rahel Beil (21) sagt lächelnd: "Es ist so schön, die Freude und Begeisterung in den Gesichtern der Kleinen zu sehen". Die 16-jährige Sarah Obst berichtet, dass die Betreuer und die Kinder während der Dorffreizeit öfter an Gott denken würden: "Ich werde meine Kinder später auf jeden Fall auch hierher schicken". Die Dorffreizeit findet traditionell schon in der letzten Ferienwoche statt. "Das hat sich bewährt. Die Kinder sind abends so erschöpft von dem erlebnisreichen Tag, dass sie zu Hause direkt ins Bett gehen. So stellt sich ihr Schulrhythmus in der letzten Ferienwoche schon ein", erklärt Schwester Claudia, die Leiterin der Dorffreizeit Amstetten. Gegen Abend stimmt die Betreuerband ein Lied an und ruft somit die Dorffreizeitler zurück in die Aurainhalle. Freudig versammeln sich alle und sofort breitet sich eine stimmungsvolle Atmosphäre aus. Die Kinder und ihre Ferienbetreuer stehen auf zum Singen und bewegen sich passend zur Musik. Es sind Loblieder, in den Augen und Bewegungen der Kinder spiegelt sich Begeisterung wider. So endet ein schöner Tag in der Dorffreizeit. |

