| ver SALZ t? |
| Samstag, den 01. Januar 2000 um 00:00 Uhr | |||
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«Ihr seid das Salz, das die Welt vor dem Verderben bewahrt. Aber so, wie das Salz nutzlos ist, wenn es seine Kraft verliert, so seid auch ihr nutzlos, und man wird über euch hinweggehen, wenn ihr eure Aufgabe in der Welt nicht erfüllt. Ihr seid das Licht, das die Welt erhellt. Eine Stadt, die hoch auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet ja auch keine Lampe an und deckt sie dann zu. Im Gegenteil: Man stellt sie so auf, dass sie allen im Haus Licht gibt. Genauso soll euer Licht vor allen Menschen leuchten. An euren Taten sollen sie euren Vater im Himmel erkennen und ihn auch ehren.» Ihr seid das Salz der Erde. Komisch, wenn man als Salz bezeichnet wird, denn Salz sieht meist immer gleich aus, und wir sind doch so verschieden. Aber wenn man genauer überlegt, dann haben wir mit Salz doch einiges gemeinsam: wir sind z.B. vergänglich. Aber bevor ich vom Ende rede, möchte ich Euch zeigen, was es heißt, Salz der Erde zu sein. Jesus predigt diese Worte vor einer großen Menschenmenge. Der Text ist ein Auszug aus der Bergpredigt. Wahrscheinlich die wichtigste und bekannteste Predigt Jesu. Schon komisch, dass der da vom Salz der Erde redet, oder? Wieso nicht von Gott oder vom ewigen Leben? Das Salz der Erde scheint ihm sehr wichtig zu sein. Denn WIR sind das Salz bzw. wir sollen es sein. Indem wir zu Salz werden, nehmen wir eine Aufgabe auf uns. Die Aufgabe, den Glauben zu leben und weiterzugeben. Wenn ihr mich fragt, dann ist das eine absolut schwere Aufgabe in Zeiten, in denen die Karriere die größte Rolle spielt und der Glauben verdrängt wird. Wer hat da schon Lust und Zeit, jede Woche Jungscharstunde oder Kinderkirche vorzubereiten? Und wer hat dann noch Zeit, eine Woche lang eine Jugendfreizeit zu gestalten? Das ist ja viel zu stressig und bezahlt werde ich dafür auch nicht. Aber stimmt das auch? Die andere Frage ist, ob man sich überhaupt auch traut, Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehört viel Mut. Auch Mut, sich zu zeigen. Habt ihr immer den Mut euch vorne hinzustellen und zu eurem Glauben zu stehen? Eher selten, und wenn, dann höchstens vor anderen Gläubigen. Es kostet wirklich viel Überwindung, damit man diese Aufgabe gewissenhaft und vollkommen erledigen kann. Aber heute ist es wichtiger, als je zuvor, dass man den Glauben lebt. Denn langsam leeren sich die Kirchen und die Zahl der Christen wird auch immer kleiner. Es bringt keinem was, wenn wir uns verstecken, oder wir immer nur schweigen. Ganz im Gegenteil: Die größte Wirkung erzielen wir, wenn wir uns so zeigen, dass jeder sehen kann, dass wir zu Jesus Christus gehören. Vertretet eure Meinung und denkt auch mal kritisch. Sagt den anderen Ruhig ins Gesicht, was es mit Gott auf sich hat! So wie es sinnlos ist, die Lampe unter einen Topf zu stellen, so wird unser Leben sinnlos, wenn wir nicht mit der Aufgabe leben, die uns Gott gibt. Ich muss zugeben, dass mir öfters auch der Mut fehlt, dies zu tun. Aber da müssen wir uns wieder am Salz ein Beispiel nehmen: Ein einziges Salzkorn hat keine Wirkung, aber viele Salzkörner machen das Essen erst richtig schmackhaft. Als Christen leben wir ja schließlich auch in einer Gemeinschaft. „Gemeinsam sind wir stark", „Einer für alle, alle für einen"...das sind unsere Werbesprüche. So sollen wir den Glauben leben und verbreiten. Das geht dann kinderleicht. Und da wird keiner im Stich gelassen. Und keiner ist mehr Wert als der andere, oder wird zum Außenseiter. Jedes Salzkorn hat dieselben Fähigkeiten. Bei uns ist es genauso, nur haben wir unsere Fähigkeiten noch nicht vollständig entdeckt. Schaut tief in euch hinein und hört auf euer Herz, betet viel zu Gott und zu Jesus. Ich bin mir sicher, dass ihr eure Aufgabe für das Leben finden werdet. Entdeckt eure Fähigkeiten. Gott hat euch dazu genialer geschaffen, als ihr glaubt . Lasst die Katze aus dem Sack! Der erste Schritt ist immer der schwerste, aber der zweite folgt automatisch. Den Glauben zu leben heißt gleichzeitig auch Freiheit zu erhalten. Und seid mal ehrlich zu euch... gibt es etwas schöneres als Freiheit? Und zu dieser Freiheit kommt dann der Lohn, den ihr sicher erhalten werdet, wenn ihr versucht, eure Aufgabe zu erfüllen. Jedes Salzkorn löst sich im Essen auf, damit es wirken kann. Wir sollen uns unserer Aufgabe auch völlig hingeben. Denn irgendwann endet auch unser Leben auf dieser Erde. Doch die Spuren eines erfüllten Lebens nach der Aufgabe, die uns Gott gibt, werden immer sichtbar bleiben. Der Lohn, den wir erhalten, ist das ewige Leben, dass uns durch Jesus Christus gegeben ist. Einen besseren Lohn kann man sich gar nicht wünschen.
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