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Ein Schiff auf dem Meer. In den Wellen treibend und nach Orientierung suchend. Im Vordergrund finstere Tiefe. Am Horizont ein Streifen Licht. An der dunkelsten Stelle des Meeres die Worte:
„Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich!"
Schiff in Not Ein Schiff mit weißem Segel und rotem Rumpf allein auf dem Meer. Wohin steuert es? Was gibt Orientierung? Vor diesen Fragen standen die Jünger, als Jesus ihnen eröffnet hatte, dass er nicht mehr lange bei ihnen sein würde. Sie waren nun schon eine ganze Weile mit Jesus unterwegs. Sie hatten sich auf das Wagnis der Nachfolge eingelassen und waren zu ihm „ins Boot" gestiegen. Und nun wollte er sie alleine lassen? Wer sollte ihnen Orientierung geben?
Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Jünger recht zuversichtlich. Sie wollten Jesus dienen und ihm helfen, Gottes Reich auszubreiten. Doch seit der Ankündigung, dass Jesus leiden und sterben würde, waren Zweifel und Fragen wach geworden. |
Wolfgang Borchert hat in der Nachkriegszeit ein kurzes Gedicht geschrieben, das dieses Schwanken zwischen Zuversicht und Unsicherheit in Worte fasst: „Ich möchte Leuchtturm sein / in Nacht und Wind - / für Dorsch und Stint - / für jedes Boot - / und bin doch selbst / ein Schiff in Not!"
. . .Ich lade ein, zunächst einmal dieses Schiff auf dem Meer zu betrachten und dabei zu überlegen: - Würde ich das auch für mich sagen: „Und bin doch selbst ein Schiff in Not?" - Was bringt mich in Not?
Aufgewühltes Meer Dunkle Schatten und sich aufbäumende Striche deuten die Gefahren des Meeres an: Wellen, die über dem Schiff zusammenschlagen könnten, Tiefe, die es verschlingen könnte. Die Jünger kennen diese Situation. Sie hatten es selbst erlebt. Ein gewaltiger Sturm auf dem See Genezareth. Und sie im Boot mittendrin. Auch damals war Jesus abwesend. Er schlief. Doch dann, als die Wellen das Boot zudeckten, und die Jünger ihn mit vor Angst geweiteten Augen anflehten, stand er auf, bedrohte Wind und Wellen. Das Meer war still. Die Angst war weg. „Euer Herz erschrecke nicht", steht mit hellen Buchstaben auf dem dunklen Hintergrund. Das Machtwort Jesu gilt unserem aufgewühlten Herzen: „Euer Herz erschrecke nicht!" Glauben bedeutet hier, zuallererst hören. Im Getöse des Sturms auf das achten, was der auferstandene Herr mir zu sagen hat.
. . . Ich lade ein, dass wir das bedrohliche Meer in den Blick nehmen und dabei die Worte Jesu hören: - Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht! (Johannes 14,27) - In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. (Johannes 16,33) - Und er bedrohte den Wind und das Meer.Da wurde es ganz stille. (Matthäus 8,26)
Kompass In der Bildmitte ist durch zarte Linien eine Kompassrose angedeutet. Die Kompassnadel zeigt die Richtung an. Wird das Schiff diesen Kurs nehmen? Wird es sich daran orientieren? Durch die Worte der Jahreslosung 2010 sind wir eingeladen, unser Leben auf Gott hin auszurichten: „Glaubt an Gott und glaubt an mich!". Diese Orientierung an Gott bringt eine innere Ausrichtung des Lebens mit sich. Meine Werte - was ich für gut und richtig halte - sind von dem geprägt, was Jesus gesagt hat. Meine Ziele - was ich im Leben erreichen möchte - orientieren sich an dem, was ich als Gottes Willen erkannt habe. Wie bei der Navigation mit Kompass und Karte ist es auch im Glauben notwendig, den eigenen Kurs immer wieder neu zu bestimmen und dann das Ziel anzusteuern.
. . . Zum Abschluss konzentrieren wir uns deshalb auf den Kompass und die Kompassnadel: - Stimmen meine Ziele und Werte mit dem überein, was Jesus will? - Wie wird es in meinem Leben konkret, dass ich mich an Jesus orientiere?
Herr Jesus Christus! Manchmal ist meine Angst größer als mein Glaube. Hilf mir, gegen die Angst auf dich zu vertrauen und mich an dir zu orientieren.

Bildbetrachtung zur Jahreslosung von Gottfried Heinzmann, Leiter des ejw Bestelladresse: Postkarten und Plakate: www.ejw-buch.de Motiv Orientierung gestaltet von
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, Esslingen
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