| Einblicke in das Jugenwerk durch Prälatin Wulz |
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Zwischen April und November fand im Kirchenbezirk Geislingen eine Visitation durch Prälatin Gabriele Wulz statt. Auch das Jugendwerk war ein Teil dieser Besuche und Gespräche. Im Visitationsbericht beschreibt Prälatin Wulz ihre Wahrnehmung des ejw Geislingen. Aus dem Bericht der Bezirksvisitation von Prälatin Gabriele Wulz Die große Frage, die die Verantwortlichen im Jugendwerk umtreibt, ist die: Wie erreichen wir Jugendliche? Natürlich „digital". Ich möchte an dieser Stelle ganz herzlich für den crash-Kurs face-book- Nutzung danken, der mir im wahrsten Sinne des Wortes Welten erschlossen hat. Aber es geht ja nicht nur um virtuelle Begegnung, Verabredung und chats, sondern auch um das reale Treffen von Angesicht zu Angesicht. Die Freizeitangebote des Jugendwerks sind nachgefragt und geschätzt. Projekte und zeitlich begrenzte Aktionen laufen noch. Aber die bange Frage ist nicht zu überhören: Wo kriegen wir Leute her, die sich zu einer verbindlichen Mitarbeit bereit erklären? Die Strukturdebatten gehören der Vergangenheit an. Vieles, was früher für Irritationen gesorgt hat, ist geklärt. Seit 2001 ist das Jugendwerk budgetiert und haushaltet in eigener Verantwortung. Das gelingt, wobei ich gestehen muss, dass mir die Stellendarlegungen in den verschiedenen Prozentanteilen und Ihr ausgeklügeltes Finanzierungssystem immer wieder auch atemberaubend vorkamen. Prälatin Gabriele Wulz
Es ist schon etwas auf Kante genäht, und man spürt eine leise Beunruhigung im Blick auf die Zukunft. Das Verhältnis zum Albdistrikt mit seiner ganz eigenen Geschichte im Blick auf die Jugendarbeit scheint geklärt zu sein. Für Geislinger und Filstäler stellt sich Jugendarbeit auf der Alb paradiesisch dar, aber auch dort klagt man darüber, dass Mitarbeitende immer jünger werden und der verlässliche Stamm der 18-20-jährigen fehlt. Also: das Paradies gibt es nirgends. Aber Erfreuliches gibt es zu berichten. Jugendgottesdienste werden distriktsweise angeboten, dabei ist deren Halbwertszeit sehr unterschiedlich. In Geislingen muss sich gerade alles wieder neu finden und erfinden. Im Oberen Filstal gibt es dagegen ein regelmäßiges Angebot. Ebenso auf der Alb. Das Konficamp hat zum 6. Mal stattgefunden. Zu Schulen werden die Fühler ausgestreckt. Die Schulseelsorge nimmt erste Gestalt an. Schön wäre es, wenn die Raumsituation eine andere wäre bzw. wenn es einen Ort in Geislingen für Jugendarbeit gäbe. Aber das ist wohl Zukunftsmusik. So bleibt die Hoffnung, die ich ganz ausdrücklich äußern möchte, dass man neben den wunderbar funktionalen Schränken (großes Lob!) doch noch eine geeignete Beschilderung anbringen möge, um das Jugendwerk zu finden. Ich habe mich jedenfalls etwas schwer getan, wobei ich mich dabei gerne zu den Schwachen zähle, aber auch die sollen ja gehört und wahrgenommen werden. Was mich sehr beeindruckt hat, ist die Integrationskraft des ejw Geislingen. Sie haben es geschafft, ein „buntes" ejw zu werden und damit offen für viele zu werden und sich bewusst für verschiedene Frömmigkeitsstile zu öffnen. Damit leben Sie sehr unverkrampft und fröhlich ein Modell der versöhnten Verschiedenheit im ejw Geislingen.
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